- Alte Synagoge Arnstein

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bisherige Veranstaltungen



06.05.2014

Standing Ovation bei Jazz-Konzert der
Hess-Brothers in der Alten Synagoge Arnstein
Publikum restlos begeistert – Veranstaltung fast ausverkauft

ARNSTEIN Das Jazz-Konzert der Hess-Brothers in der „Alten Synagoge Arnstein" begeisterte das Publikum und schloss diese in ihren Bann. Mit viel Herzblut jazzten die drei Brüder was die Instrumente her gaben, die Zuhörer in der fast restlos ausverkauften Synagoge bescheinigten den Vollblutmusikern ihr Können mit langanhaltendem Applaus und Standing Ovation. Selbst Nichtjazzfans änderten ihre Meinung und fanden großen Gefallen an dieser Art von Musik.
The Hess-Brothers Jazz, drei Brüder gebürtig aus dem schwäbischen Deißlingen, die sich bedingt durch ihre erlernten „anständigen" Berufe (so wie es einer der drei nannte) in der ganzen Bundesrepublik verteilen, fanden sich am vergangenen Samstagabend in der „Alten Synagoge Arnstein" zu einem gemeinsamen Jazz-Konzert zusammen und brachten das gesamte Publikum zum toben. Der Saxophonist Reiner Hess, gelernter Heizungsbauer, lebt und spielt seit einigen Jahren in der Jazz-Szene in Berlin, was man bei seinem Einsatz an seinem Instrument sofort bescheinigt – ein Vollblut-Jazzer, den es wohl intensiver nicht mehr gibt. Ebenso einzigartig, der gelernte Elektriker Bernd Hess, der Gitarrist der Hess-Brothers, der in Diessen am Ammersee seinen Lebensmittelpunkt gefunden hat. Auch er spielt mit einer Hingabe zu seiner Musik, das es schwer sein dürfte, seines Gleichen zu finden. Der dritte im Bunde ist Jörg (Joogi) Hess, der in Würzburg lebende Bruder (gelernter Elektrotechniker) spielt in dem Trio den Bass, auch er beherrscht sein Instrument wie kein zweiter. Alle drei bewiesen ihr Können nicht nur beim Zusammenspiel, sondern vor allem oder gerade auch bei deren Soloeinsätzen, die so überragend mitreisend waren, dass es die Zuhörer fast nicht mehr auf den Plätzen hielte.
In ihrem eigenen Werbeflyer beschreiben sich die drei Musiker mit folgenden Worten: „Drei Brüder, drei Typen und Persönlichkeiten, die verschiedener nicht sein könnten. Allesamt sind Profimusiker mit der gemeinsamen Liebe zum Jazz" – genau das ist die Beschreibung die bei den Hess-Brothern zutrifft, besser geht es nicht diese Vollblut-Jazzer vorzustellen. Roland Metz versuchte nach dem Konzert sich bei den Musikern für ihre grandiose Darbietung zu bedanken, jedoch kam er minutenlang nicht gegen den schallenden Applaus des Publikums an, er musste sich geschlagen geben und abwarten bis sich die Gäste wieder beruhigt hatten. Metz bedankte sich bei den Brüdern Hess, bescheinigte ihnen nochmals die Großartigkeit ihres Auftrittes und war sichtlich begeistert von deren Musikdarbietungen, die Eigenkompositionen sowie die Soloeinlagen der drei Schwaben. Bei den anwesenden Gästen bedankte sich der Altbürgermeister für das zahlreiche Erscheinen, es freue ihn besonders, dass so ein Jazz-Konzert, so viele Anhänger habe und diese dann die Gelegenheit nutzen um den Auftritt in der Alten Synagoge in Arnstein besuchen – so wünsche man sich auch für die Zukunft weitere erfolgreiche und gut besuchte Veranstaltungen in dem renovierten Haus.
Metz verwies noch auf die weiteren Termine 2014, die zum Teil in der Synagoge und zum Teil auch im Schlosshof stattfinden werden, die Terminzettel fanden an diesem Abend reißenden Absatz. Die nächsten Veranstaltungen in der Alten Synagoge finden wie folgt statt: Sonntag, 18. Mai – 18 Uhr ein Vortrag von Israel Schwierz über das Jüdische Leben, Sonntag 06. Juni – 18 Uhr „Orchester GankinoCircus" aus Leipzig (Konzert/Show mit Gypsie-Klezmer-Swing-Franken Soul),  am Sonntag den 22. Juni – 18 Uhr Soousi & die Gramophoniker Thema: „Man lebt so kurz und ist so lange tot" (Fox, Schlager und manches mehr), Sonntag 13. Juli – 18 Uhr, Anja Gutgsell – Klaus Feldner – Liederzyklus von Robert Stolz, Blumenlieder sein Opus 500, am Samstag den 19. Juli um 19 Uhr Konzert im Schlosshof mit Siegbert Juhasz, Sonntag 21. September um 18 Uhr Frankenstreich unter Leitung vom Franz Berwind, Samstag 11. Oktober um 19.30 Uhr „Herzkeime" – eine besondere Vorstellung und am Sonntag 16. November ab 18 Uhr – jüdische Märchen und Musik. Der Förderverein „Alte Synagoge Arnstein" freut sich auf ihr kommen und bittet um Mundpropaganda in Sachen Termine.



05.06.2014

Fotoausstellung in der "Alten Synagoge Arnstein"









22.06.2014

Man lebt so kurz und ist so lange tot

Konzert mit Musik aus den 20ger Jahren begeisterte die Gäste
Arnstein  Der Förderkreis „Alte Synagoge Arnstein“ e.V. traf mit diesem Konzert wieder einmal den Geschmack der Musikfreunde aus Nah und Fern. Sousi & die Grammophoniker ließen die guten alten zwanziger Jahre wieder aufleben. Musik aus der Zeit, als noch die Kabaretts und Tingeltangels den trüben Alltag vergessen machten – so ging es auch den Gästen in der Alten Synagoge Arnstein, beim Konzert am vergangenen Sonntagabend..
Während andere Bands oft willkürlich einen Song an den anderen reihen, erzählten „Sousi & die Grammophoniker“ in ihrem Programm eine fortlaufende Geschichte mit einem (allerdings unbekannten) Protagonisten ( man nennt ihn Gentleman )  Das Thema ist schnell gefunden: Es ist der Charleston, nicht nur ein Tanz der 20-er Jahre, sondern Ausdruck einer kompletten gesellschaftlichen Bewegung in Amerika, die auch nach Europa übergeschwappt war. Es war die Zeit, in der Radio und Tonfilm auf dem Vormarsch waren und Jazzcombos und Swingkapellen wie Pilze aus dem Boden schossen. Allerdings waren die Künstler oft arm, was sich im zynischen Ton mancher Texte zeigte.

„Puttin‘ on the Ritz“ etwa beschäftigt sich mit Benimm-Regeln. Den Ritz anziehen, das meine so viel wie sich richtig zu kleiden, berichtete Sängerin Nicole Schömig. Wichtig: „Man sollte als Frau niemals zu auffällig zu den Musikern schauen, weil sonst die Ehemänner eifersüchtig werden.“ Entsprechend hieß das nächste Lied auch „Guck doch nicht immer nach dem Tangogeiger“. Es entwickelte sich musikalisch ein zänkisches Zwiegespräch zwischen dem Protagonisten und seiner Begleiterin. Doch weil der Unbekannte mit Gesang nicht viel am Hut hatte, zog es ihn zum Tanz. „Ich tanze mit dir in den Himmel hinein“, intonierte die Sängerin mit ihren Begleitern Werner Küspert (Gitarre, Banjo) und Jochen Rothermel (Sousafon).

Apropos Sousafon: das war der heimliche Star des Abends. Sanft schmiegte es sich seinem Spieler an Hals und Oberkörper. Beide bildeten eine derart harmonische Einheit, dass sich das sonst zickige und störrische Musikinstrument ganz den Fingern des Spielers hingab. Ob Swing, ob Fox, ob Schlager, ob Jazz – der Musiker und sein Instrument bildeten eine geniale Einheit. Nicht weniger fingerfertig war der Gitarrist, der seinen Instrumenten eine derartige Fülle an Tönen und Harmonien entlockte, dass sich nicht nur einmal der Eindruck bot, da wären zwei Gitarristen gleichzeitig auf der Bühne.
Den Abend perfekt machte die Kombination der Musik mit der Stimme der Sopranistin Nicole Schömig. Mit ihrem Gesang deckte sie das Spektrum der Charleston-Zeit ab, mal rauchig angehaucht, dann wieder glockenklar und sehr stimmgewaltig. Drei kleine Quizrunden, mit der damaligen Zeit als Thema, streute sie ins Programm ein. Nach etwas mehr als zwei Stunden war die musikalische Zeitreise leider zu Ende. Doch erst nach zwei Zugaben durfte das Trio die Bühne verlassen.

Im Anschluss des Konzertes nahmen sich noch viele der angereisten Zuhörer die Zeit, die Alte Synagoge zu bewundern, während dem Konzert begeisterte bereits die Akustik im ehemaligen Betsaal, welche sich dann mit dem Besichtigen der Räumlichkeiten und Renovierungsarbeiten vervollständigte. Auch die zurzeit stattfindende Fotoausstellung „Energie der Gedanken“ (die noch bis 03. August in der Alten Synagoge Arnstein zu sehen ist) erweckte das Interesse der auswärtigen Gäste, zeigt dies doch das Zusammenspiel von Konzertraum über Kulturgut bis hin zur Präsentation von Kunst, die Vielfältigkeit und den hohen Nutzwert dieses historischen Gebäudes. Heidi Henning bedankte sich bei den drei Künstlern und bei allen Gästen, vor allem bei den weither angereisten, sie verwies auf den nächsten Termin, am 13. Juli 2014 steht das nächste Programmhighlight in der Alten Synagoge Arnstein an, ab 19 Uhr findet der Liederzyklus von Robert Stolz-„Blumenlieder“-Opus 500 mit Anja Gutgesell und Klaus Feldner statt, hierzu möchte der Förderkreis bereits heute einladen

13.07.2014

Ausverkauftes Haus beim Konzert in der Alten Synagoge Arnstein

Sopranistin Anja Gutgsell und Klaus Feldner lockten die Besucher an

Arnstein
 Am Abend des Weltmeister-Endspiels: Deutschland gegen Argentinien lockte die Veranstaltung in der Alten Synagoge Arnstein dennoch viele Gäste an, vor einem voll besetzten Haus trat die Sopranistin Anja Gutgsell mit ihrem „Tastenschmeichler“ Klaus Feldner mit ihrem Programm „Liederzyklus von Robert Stolz – Blumenkinder – Opus 500“ auf. Bereits der Kartenvorverkauf ließ auf ein gut besuchtes Konzert hoffen, zeitlich gut terminiert brauchte niemand der Gäste auf das ab 21 Uhr beginnende WM-Spiel zu verzichten, denn das Konzert endete pünktlich gegen 19.30 Uhr.
Die Stimme der aus Schweinfurt stammenden Sopranistin füllte die Räumlichkeiten der Alten Synagoge mit einem Klang, der seines Gleichen sucht. Anja Gutgsell las die vorgetragenen Lieder zuerst vor, bevor sie diese mit Musik und ihrer kräftigen Stimme dem Publikum präsentierte. Verblüffend und Lustig zugleich sind Anja Gsells Mimiken, die vielen unterschiedlichen Gesichtsausdrücke zu den gesungenen Stücken zeichnen den Auftritt der Künstlerin doppelt aus. Mal das Gesicht eines unschuldigen Stiefmütterchen, im nächsten Moment das grimmige dreinschauen der Fleischfressenden-Pflanze, Gsell beherrscht den Übergang von der Einen zur Anderen Mimik im Einklang mit dem Text und Gesang. Ein Textbeispiel: (Text von Bruno Hardt-Warden) Blumen sind nicht Seelenlos, sind geheime Wesen und in ihrem Blütenschoss, könntest du wohl lesen was ihr kleines Herz durchzieht, wenn ein Schmetterling entflieht, ihrem Heiligtum doch das Menschenauge sieht, nichts als eine Blume.
Zu den ausgesuchten Liedvorträgen, präsentierte die Künstlerin die besungenen Blumen mit gemalten Bildern, die ihr Schwiegervater Herr Böhm angefertigt hat, die Bilder stehen den Besuchern der Konzerte sogar zum Kauf. Nach einer dreiviertel Stunde Auftritt gönnte die Sopranistin sich und ihrer Stimme eine kleine, viertelstündige Verschnaufpause, auch die Konzertbesucher nahmen diese gerne auf um vor der Synagoge, an der frischen Luft, miteinander über das bisher gehörte zu diskutieren. Streifte man durch die Reihen der Besucher, hörte man überall die Begeisterung der Gäste über die Darbietung der beiden Vollblutmusiker aus dem Bereich Operngesang. Die ausgesuchten Blumenlieder von Robert Stolz trafen den Geschmack des Publikums, ständig anhaltender Applaus bestätigte dies und zeugte den beiden Musikern die ausnahmslose Anerkennung deren musikalischen Könnens.
Beim Text über die „Schlüsselblume“ validierte Gsell darüber, warum diese Pflanze nicht „Dietrichblume“ hieße, sie kam zu dem Entschluss, dass es wohl daran liege, dass es „Marlene Dietrich“ nicht gefallen hätte. Wie vielseitig die Sopranistin in ihrem Repertoire ist, kann man auf der Internetseite von Anja Gsell und ihren Mitkünstlern in Erfahrung bringen, Oper - von Ännchen (Freischütz) über Blonde (Entführung aus dem Serail), Chloe (Daphnes & Cloe), Despina (Cosi fan tutte), Esmeralda (Verkaufte Braut), Norina (Don Paquale), Olympia (Hoffmanns Erzählungen), Papagena (Zauberflöte), Rosina (Barbier von Sevilla)  bis Zerlina (Don Giovanni) Operette - von Adele (Fledermaus) über Christl (Vogelhändler), Hedi (Zwei Herzen im Dreivierteltakt) Juliska (Maske in Blau), Pepi (Wiener Blut) bis Riquette (Viktoria und ihr Husar). Kunstlied - von Fauré, Mozart, Schubert und Schumann bis Strauss. Geistliches - von Buxthehude, Dvorak, Franck, Händel über Mozart, Pergolesi bis Vivaldi.  Evergreens, GospelsMusicals bis Swing.
Weiterhin verzaubert Anja Gsell mit ihren Gemeinschaftsprojekten ihr Publikum, „TON IN TON“
„HEUT ABEND LAD ICH MIR DIE LIEBE EIN“ von Anja Gutgesell (Gesang) und ihrem Kollegen Klaus Feldner (Piano), Weitere Bühnenprogramme: „MusiKal mal deutsch“, „ Operette sich wer kann!“, „Zwei Musikalische Portraits“ von- Marlene Dietrich und Zarah Leander mit der Würzburger Autorin Sandra Maus, „Walt Disney Songs“ in Vorbereitung.
Zum Schluss des Konzertes waren die vielen Gäste aus Nah und Fern überwältigt, der erste Vorsitzende des „Förderkreises Alte Synagoge Arnstein e.V.“ Roland Metz, bedankte sich bei der Sopranistin mit einem Blumenstrauß, der Mann am Piano, Klaus Feldner bekam eine Flasche Wein aus Jerusalem, Metz begründete diese Wahl des Rebensaftes damit, „schließlich sind wir eine (ehemalige) jüdische Synagoge, deren Wert wir erhalten wollen. Altbürgermeister Roland Metz, bedankte sich bei den zahlreich erschienenen Zuhörern, „wir sind bestrebt ihnen weiterhin viele schöne Konzerte und Veranstaltungen in unserem kleinen „Wohnzimmer“ zu präsentieren, „sie hingegen müssen entscheiden, ob ihnen der Abend gefallen hat“, so Metz in seinen Dankesworten. Der Förderkreis ist für jede Anregung und jeden Programm-Vorschlag offen, Vorschläge könne man mit der zweiten Vorsitzenden Heidi Henning gerne besprechen. Nicht zuletzt erinnerte Metz noch an das, doch sehr wichtige Fußballspiel des Abends, der Kampf um die Weltmeisterschaft, er und die gesamte Bevölkerung werde hinter der deutschen Nationalelf stehen und mit fiebern. Ein Hinweis in eigener Sache hatte der Altbürgermeister noch zu verkünden, die kommenden Termine des  Förderkreis „Alte Synagoge Arnstein“ e.V., am kommenden Samstagabend, den 19. Juli, ab 19 Uhr findet wieder das alljährige Schlosshoffest in Arnstein statt. Während Siggi Juhasz für die musikalische Unterhaltung sorgt, bietet der Förderkreis „Alte Synagoge“ kühle Getränke sowie Schmankerl aus der Region an. Ein weiterer, gemütlicher Musikabend ist somit für die Bürger und Bürgerinnen gegeben, der Förderkreis freut sich auf ein reges Interesse aus der Bevölkerung an diesem Abend.

31.08.2014

Sammlung -
Beginn des 1. Weltkrieges in Schweinfurt lockt viele Besucher in die Alte Synagoge Arnstein

ARSNTEIN
 Die private Sammlung von Aribert Epelt und Klaus Hofmann über den Beginn des ersten Weltkrieges in Schweinfurt und dessen Umland zeigt reges Interesse bei den Bürgerinnen und Bürgern aus Arnstein und Umgebung.
Bei der Eröffnung der Ausstellung am gestrigen Sonntag, führte einer der Initiatoren, Klaus Hofmann aus Mühlhausen die Besucher an und erklärte die Zusammensetzung der Sammlung. Interessiert folgten ihm die Besucher, „einmal zeigen was in den Städten und deren Umland während dem ersten Weltkrieg so los war, und nicht nur die Meldungen über die Front, das war und ist Ziel dieser Sammlung“, so Hofmann.  In seinen Erklärungen berichtete er auch über die Entstehung des ersten Weltkrieges, der zwischen 1914 und 1918 unter den Kriegsherrn Kaiser Wilhelm den II geführt wurde. Ausschlag des Krieges war die besser situierte Gesellschaft der damaligen Zeit, die gegen die Franzosen waren und solange hetzten bis es zu einer Auseinandersetzung kam.
Auf den vielen Plakaten sind Bilder von Zwangsarbeiter zu sehen, vor allem Frauen, deren Männer in den Krieg zogen. Selbst Frauen, die bis dahin mit der Industriearbeit nichts zu tun hatten, eher vom Lande und der Landwirtschaft kamen, wurden nach Schweinfurt zur Zwangsarbeit berufen, um für Kriegswaffen und Munition-Nachschub zu sorgen. So wurden bei Kugel-Fischer neben Schrabnell- auch Granatenhülsen von den Frauen gefertigt. Damit die Frauen die zwölfstündige Arbeitszeit absolvieren konnten, entstanden zu dieser Zeit die ersten Betriebskindergärten, so war die Unterbringung der Kleinen gewährleistet, während der Vater im Krieg und die Mutter bei der Kriegsvorbereitung diente. Ebenfalls ein Relikt das man dem ersten Weltkrieg zuschreiben muss, sind die ersten Lazarette, die während den Kriegstagen in den verschiedensten Städten entstanden. Unsere heutigen Krankenhäuser, sind zumindest zum Teil, die Überbleibsel der Lazarette, in den zu Kriegszeiten die verwundenden versorgt wurden.
In einer Vitrine, unter den vielen persönlichen Exponaten ist auch eine Kuchenbackform aus jener Zeit zu sehen, die ihre Herkunft nicht verheimlichen kann, ein Kuchen mit Applikationen des ersten Weltkrieges, konnte damit gebacken werden. Als Züge mit Frontkämpfer-Nachschub in Schweinfurt ankamen, verteilten die Kriegsfrauen Kuchen und Getränke an den Bahnhöfen, obwohl bereits zu dieser Zeit die Lebensmittelversorgung so gut wie zusammengebrochen war. Siebenhundertfünfzigtausend Hungerstote gab es zu beklagen, doch der Krieg fand kein Ende. Letztendlich ließen fünfzehn Millionen Menschen ihr Leben in der Kriegszeit von 1914 bis 1918, neuntausend jeden Tag, laut Angaben von Klaus Hofmann.
Der Zusammenhang vom ersten Weltkrieg zu dem Thema Juden in Deutschland, ist damit zu erklären, dass Kaiser Wilhelm der II zu Kriegsbeginn die Juden in die deutsche Bevölkerung integrierte, natürlich wohlwissend, diese auch zu Kriegszwecken einsetzten zu können. Die Geschichte der Juden nach Beendigung des ersten Weltkriegs ist jedem wieder gut bekannt, die Versager waren schnell gefunden sie wurden im zweiten Weltkrieg gejagt und ermordet.
Viele Geschichten und Dokumentationen zeigt die private Sammlung von Aribert Elpelt und Klaus Hofmann, monatelange und akribische Suche stecken in dieser ganz eigentümlichen Ausstellung, Bilder aus den Fabrikhallen von Kugel-Fischer mit den Zwangsarbeiterinnen, die man bis heute so noch kaum gesehen hat. Die Ausstellung ist bis zum 21. September jeden Sonntag von 14-17 Uhr in der „Alten Synagoge Arnstein“ zu besichtigen, der Eintritt ist frei.   

 

21.09.2014 - 18.00 Uhr

"FrankenStreich"
Ein unterhaltsamer Abend mit schmissiger Musik, zu der man am liebsten tanzen würde.....

Wie der Name schon verrät, haben die vier Musiker/innen ihre Wurzeln in der fränkischen Volksmusik. Doch sie haben auch Spaß an musikalischen Reisen in andere Länder und andere Zeiten und so kann man sich an diesem Abend auch vom Liebeslied einer serbischen Schäferin verzaubern lassen.
Unter der Leitung von Franz Berwind streichen, zupfen und blasen Anette Kasper, Dorothee Kipp und Jochen Heilmann - Geige - Cello - Kontrabass - Gitarre - Raffele - Flöte - Bockpfeife und es wird mit Begeisterung gesungen.
Heraus kommt ein bunter, musikalischer Blumenstrauß in "vielsaitigen" Besetzungen und witzigen Arrangements, in denen zum Beispiel der "Can-Can" von Jaques Offenbach in einen fränkischen Dreher und Vivaldis "Vierjahreszeiten" in einer Polka mit Blockpfeife eingebaut erklingen.
Lustige Mundartgedichte runden das Ganze zu einem kurzweiligen Ohrenschmaus ab.
(Text: Gruppe "FrankenStreich")


Vernissage zur Fotoausstellung "Beith Haqwarot" - Ort der Ruhe



Museumstag Main-Spessart 2014


 
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