- Alte Synagoge Arnstein

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Baubeschreibung und Zustand vor Baubeginn

Der Umbau zum Wohn- und Geschäftshaus, der fehlende Bauunterhalt und schließlich jahrelanger Leerstand haben das äußere Erscheinungsbild der Alten Synagoge Arnstein stark beeinträchtigt.

Erst die von der Stadt Arnstein durchgeführten Sicherungsmaßnahmen konnten den weiteren Verfall beenden. Die Gebäudehülle wurde abgedichtet, im lnneren wurde Schutt geräumt und entrümpelt, die einsturzgefährdete Balkendecke über EG wurde abgestützt.
Hier hatte der Vorbesitzer, beispielhaft für den Umgang mit der Bausubstanz, die 1954 im Betsaal mittig eingebaute Tragwand großteils abgebrochen, um durchgängige Lagerflächen zu erreichen. Die Tragwand war seinerzeit aus den Quadern des abgebrochenen Almemor errichtet worden. Mit solchen Quadern und auch Bruchstücken des ehem. Thoraschreines ist die Thoranische zugemauert.

Die Einbauten von 1954, denen auch die beiden Frauenemporen geopfert wurden, sind im 1. OG noch vollständig vorhanden. Im DG fallen die Schäden am Tonnengewölbe ins Auge. Hier wurde die verputzte Lattenkonstruktion für Heizkamin, Beleuchtung und Abfangungen des lädierten Dachtragwerkes ohne Rücksicht auf Substanzverluste vielfach durchgebrochen. Allerdings ist hier die Ausmalung von 1869 bzw. 1905 vollständig erhalten.
Die ursprüngliche Dachdeckung mit Biberschwanz-Ziegeln ist durch Eternit-Wellplatten ersetzt.

Ungeachtet des derzeit desolaten Gesamteindruckes lässt sich, wenn auch mit erheblichem Aufwand, die ursprüngliche Gestalt vollständig wiederherstellen.

Hier eine Videodokumentation des Zustandes der Alten Synagoge Arnstein vor Beginn der Restaurationsmaßnahmen. Erklärt und vorgetragen duch Altbügermeister Roland Metz.

 
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